110
Hektar
40
Jahre Bioland
3
Generation Familienbetrieb
30
Jahre Hof
Bioland Prinzipien
Wir arbeiten nach den 7 Prinzipien von Bioland.
Lesen sie hier mehr zu den Prinzipien
1. in Kreisläufen Wirtschaften
Da der geschlossene Betriebskreislauf kein realistisches Ziel ist, streben wir ihn überbetrieblich und möglichst regional an. Wir achten darauf bei allem wirtschaftlichen Handeln Aspekte wie Material- und Energieverbrauch endlicher Ressourcen zu minimieren, und wir führen unbedenkliche Reststoffe (z.B. Kompost) zurück.
2. Bodenfruchtbarkeit erhalten und fördern
Wir erachten die Ertragsfähigkeit unserer Ackerböden als Lebensgrundlage für kommende Generationen und bringen ihr höchste Wertschätzung entgegen. Auf unseren Äckern wird eine vielfältige Fruchtfolge praktiziert. Dies hat positive Auswirkungen auf Klima, Wasserhaushalt des Bodens, Flora und Fauna. Das lässt sich auch täglich beobachten. Auf und in unseren Feldern summt, brummt und blüht es.
Die hohe Artenvielfalt auf und in der Erde führt zu einer sehr guten Bodenstruktur mit hohem Humusgehalt. Dadurch hat der Ackerboden auch eine optimale Filterfunktion für unser Grundwasser.
3. Artgerechte Haltung und verantwortungsbewusster Umgang mit Tieren
Unser Hof betreibt keine Tierhaltung, aber natürlich leben hier jede Menge Tiere. Sehen Sie dazu Punkt 5.
4. Wertvolle Lebensmittel nachhaltig erzeugen
Wir produzieren unsere Gemüsekulturen für Ihren Genuss mit größter Sorgfalt. Uns ist es wichtig, dass sie ernährungsphysiologisch gesund sind und einen hohen Anteil an wertgebenden Inhaltsstoffen haben. Genetisch modifiziertes Saatgut verwenden wir aus Überzeugung nicht. Wir wählen stattdessen Saatgut aus ökologischer Herkunft und Sorten mit hoher Genuss- und Ernährungsqualität. Der Einsatz von Pestiziden kommt für uns im Biolandanbau ebenfalls nicht in Frage. Unser Gemüse soll frei von Rückständen und Belastungen sein. Dafür betreiben wir einen höheren Kontrollaufwand und arbeiten wir mit biologischen Mitteln und Nützlingen.
Ein Beispiel für ökologischen Pflanzenschutz: Z.B. Bacillus Thuringiensis zur Kartoffelkäfereindämmung. Hierzu wird der Bestand häufiger auf Käfereier kontrolliert und bei Bedarf mit dem Bacillus Thuringiensis-Präparat behandelt.
Bacillus Thuringiensis ist ein natürlich vorkommendes Bodenbakterium. Nach wenigen Tagen schon ist das Präparat von der UV-Strahlung vollkommen abgebaut. Damit es gegen Kartoffelkäferlarven wirkt, muss die Larve das behandelte Blatt fressen. Die Wirksamkeit ist aber nie vollkommen und die Behandlung muss ggf. wiederholt werden. Das erfordert einen höheren Arbeitsaufwand, ist es aber wert! Nach der Ernte wird unsere Ware schonend behandelt und gelagert, damit die Bestmögliche Qualität bei Ihnen ankommt. Außerdem ist der Weg der Ware im Betrieb lückenlos Dokumentiert. Wir legen Wert auf hohe Transparenz bis zum Kunden und Nachvollziehbarkeit unserer Arbeit.
5. Biologische Vielfalt fördern und Landschaft erhalten
Besonders Bienen werden von uns gezielt gefördert. Bei jeder Bepflanzung rund um den Hof wird die Eignung für Bienen betrachtet. Bevorzugt werden reichhaltig blühende Arten und solche, die außerhalb der Hauptblütezeit schon sehr früh oder sehr spät noch blühen. In jeder Hand guten Ackerbodens leben mehr Mikroorganismen als Menschen auf unserem Planeten. Mikro- und Makroorganismen wie Regenwurm und Co. versuchen wir gezielt zu fördern und dadurch einen gesunden Boden zu schaffen und zu erhalten. Dazu zählt für uns auch ein nützlingsschonender Einsatz der Bodenbearbeitungsgeräte.
Wir arbeiten auch gezielt mit Nützlingen. Diese werden von speziellen Nützlingsfirmen gezüchtet. Beispielhaft seien zwei erwähnt:
Hummeln zur Bestäubung unserer Gewächshauskulturen wie Tomaten, Gurken, Paprika. Auch unsere Zucchinikultur wird im Freiland von Ihnen angeflogen.
Trichogramma-Schlupfwespen zur Bekämpfung von Blattläusen an unserer Gurkenkultur, aber auch gegen Maiszünsler im Zuckermais.
6. Natürliche Lebensgrundlagen bewahren
Unser Ziel ist es das Klima zu schonen, Luft, Boden und Wasser sauber zu halten und mit knappen Rohstoffen verantwortungsvoll und sparsam umzugehen. Unsere Form der Landbewirtschaftung trägt bereits zu diesen Zielen einiges bei. Darüber hinaus beziehen wir seit einigen Jahren Strom, der vollständig aus ökologischen Energiequellen gewonnen wird, und vermeiden dadurch jährlich 22,51 Tonnen an CO2-Emmissionen. Wir vermeiden Abfälle, wo es uns möglich ist und entsorgen nicht vermeidbare selbstverständlich Fachgerecht. Unsere Gewächshäuser werden aus Überzeugung nicht beheizt, sondern lediglich frostfrei gehalten im Winter.
7. Menschen einen erfüllenden und existenzsichernden Arbeitsplatz
...sowie ein lebenswertes Umfeld bieten. Einige von unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen begleiten uns seit vielen Jahren und haben auch schon mal die nächste Generation mitgebracht, andere kommen zur Saison immer wieder. Die tägliche Arbeit auf dem Hof gestaltet sich natürlich z.T. körperlich herausfordernd, ist aber auch vielseitig und interessant. Wir nehmen unsere soziale Verantwortung als Biolandhof ernst und sind Zertifiziert nach den Bioland-Sozialstandards.